Infiltration der Iliosakralgelenke (ISG)

Bei der Behandlung der Iliosakralgelenke (ISG) mittels bildgesteuerter Injektionen wird unter MRT-/CT-Kontrolle mit einer dünnen Spezialnadel ein Gemisch aus lokalem Betäubungsmittel und antientzündlichem Medikament appliziert. Das Ziel ist eine Reduzierung oder Beseitigung der Reiz- und Schmerzzustandes an den Gelenken.

Wann ist eine ISG-Infiltration nötig (Indikation)?

Die hochschmerzhafte Iliosakralgelenksentzündung (ISG-Arthritis) kann sowohl als eigenständiges Krankheitsbild (z.B. bei rheumatischen Erkrankungen und Morbus Bechterew) sowie als Begleitreaktion (z.B. bei oder nach akuten oder chronischen Bandscheibenschäden) vorkommen. Anatomisch handelt es sich hierbei um zwei große Gelenkräume (Kreuz-Darmbein-Gelenke).

Was sind Vor- und Nachteile der ISG-Infiltration?

Vorteile:

  • Effektive und schonende Alternative zur konventionellen Behandlung mit oral verabreichten, meist sehr aggressiven Schmerzmitteln
  • Keine Strahlenexposition bei MRT-Steuerung

Nachteile:

  • Minimale Strahlenexposition (low-dose) bei CT-Steuerung