Laser-Operation der Bandscheibe (PLDD)

Die Laser-Operation der Bandscheibe mit dem Mikrolaser, auch Perkutane Laser-Diskus-Dekompression (PLDD) genannt, ist eine Alternative zur Bandscheibenoperation, die dem Patienten viele Vorteile bietet.

Was ist ein Bandscheibenvorfall?

Die Bandscheibe hat eine wichtige Stütz-und Pufferfunktion zwischen zwei benachbarten Wirbelkörpern der Wirbelsäule. Bei Bewegungsmangel oder fortgeschrittenem Alter kann der äußere Faserring der Bandscheibe auch ohne Unfall kleine Risse bekommen und dies letztlich sogar zu einem Bandscheibenvorfall führen. Am häufigsten sind hierbei Halswirbelsäule und Lendenwirbelsäule betroffen. Die hierdurch ausgelösten, meist starken Rückenschmerzen können akut sein oder chronisch werden; eine Behandlung sollte unverzüglich stattfinden.

Wie erfolgt die Mikrolaserbehandlung eines Bandscheibenvorfalls?

Diese Behandlung (bspw. Der Lendenwirbelsäule) wird minimalinvasiv unter Bildsteuerung eines Computertomographen (CT) in folgenden fünf Arbeitsschritten durchgeführt:

  1. Punktion der betroffenen Bandscheibe unter lokaler Betäubung
  2. Kontrastmittelinjektion in die Bandscheibe (Diskographie)
  3. Lokale Schmerztherapie innerhalb des Bandscheibenkerns (intradiskale Schmerztherapie)
  4. Dekompression von Nervenwurzeln im Wirbelsäulenkanal (Spinalkanal) und Nervenaustrittskanal (Neuroforamen)
  5. Entfernen von Raum forderndem Bandscheibengewebe

Was bewirkt eine CT-gesteuerte Laser-OP?

Die Laser-OP bewirkt das Ausschalten von schmerzempfindlichen nervalen Strukturen innerhalb der Bandscheibe, einschließlich der Denervierung von Schmerzrezeptoren. Darüber hinaus führt das Lasern zu einem Schrumpfen des Bandscheibenkerns mit dekomprimierendem Effekt an den Nervenwurzeln. Zudem kommt es zu einer Umwandlung von biochemischen Schmerzauslösenden Substanzen innerhalb der Bandscheiben (Denaturierung). Auch findet eine Konsolidierung von kleineren Einrissen in der Bandscheibe als Reparationsvorgang statt.

Vorteile und Risiken

Die gefürchtete Höhenminderung der Bandscheibe nach einem chirurgischen Eingriff tritt bei der minimalinvasiven, ambulanten Laser-OP nicht ein. Ebenso wird keine Narbengewebsbildung provoziert und das Risiko einer Vollnarkose vermieden. Die Behandlung dauert mit 60 Minuten fast zwar fast doppelt so lang wie eine Laser-Behandlung der Bandscheibe beim Orthopäden. Dies liegt jedoch am Einsatz eines Computertomographen (CT), über welchen eine bildliche Darstellung in Echtzeit möglich ist. Durch die Sichtbarkeit der Bandscheibe und der nervalen Strukturen wird das Verletzungsrisiko stark minimiert. Mithilfe des CT kann der Radiologe nämlich punktgenau und unter Echtzeit-Kontrolle die Reaktion der Bandscheibe auf die Laserenergie mitverfolgen. Somit kann eine genaue und individuelle Dosierung der benötigten Laserenergie vorgenommen werden.

Erfolg und Rehabilitation

Die Erfolgsquote der Laser-OP in meiner Praxis liegt in meiner 20-jährigen ambulanten Tätigkeit bei über 85 Prozent. Hervorzuheben ist auch die vergleichsweise kurze Dauer der Rehabilitation: nach ca. vier Wochen kann i.d.R. bereits leichter sportlicher Tätigkeit nachgegangen werden. Mehr Informationen erhalten Sie auch in folgendem Artikel.